Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Nahwärmenetz in Pfaffenhausen.

Häufige Fragen

Nahwärme bezeichnet die zentrale Versorgung mehrerer Gebäude mit Wärmeenergie über ein unterirdisches Leitungsnetz.

Die Wärme wird an einer zentralen Stelle erzeugt und anschließend effizient zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert. Dort wird sie für Heizung und Warmwasser genutzt.

Nahwärmenetze ermöglichen eine besonders nachhaltige, regionale und langfristig planbare Wärmeversorgung.

Die Wärme wird direkt vor Ort am Viehweidhof der Familie Kerler erzeugt. Dabei nutzen wir vorhandene Energiequellen besonders effizient weiter:

• Abwärme aus der Milchkühlung
• Abwärme aus der Biogasanlage
• Abwärme aus Blockheizkraftwerken (BHKW)

Zur Absicherung der Versorgung kommen zusätzlich mehrere Hackschnitzelkessel zum Einsatz. So stellen wir eine zuverlässige und nachhaltige Wärmeversorgung sicher.

Die erzeugte Wärme wird über ein Nahwärmenetz zu den angeschlossenen Gebäuden transportiert.

• Zentrale Verteilung über eine Pumpstation auf dem Gelände des Dominikus-Ringeisen-Werks
• Weiterleitung über unterirdische Leitungen in die einzelnen Straßenzüge
• Übergabe im Gebäude über eine sogenannte Übergabestation

Diese sorgt dafür, dass die Wärme direkt für Heizung und Warmwasser genutzt werden kann.

Unser System basiert auf einer Kombination aus nachhaltigen und regionalen Energiequellen:

• Emissionsfreie Abwärme
• Kraft-Wärme-Kopplung (BHKW)
• Hackschnitzel aus regionaler Forstwirtschaft

Damit setzen wir auf eine besonders umweltfreundliche und zukunftssichere Energieversorgung.

Die Kosten für die Nahwärmeversorgung bestehen aus drei Komponenten:

• Einmaliger Anschlusspreis – abhängig von Gebäudegröße und Leistungsbedarf
• Monatlicher Grundpreis – orientiert am benötigten Leistungsbedarf
• Verbrauchspreis – basierend auf dem tatsächlichen Wärmeverbrauch

Diese Struktur sorgt für Transparenz und eine faire Abrechnung.

Im monatlichen Grundpreis sind bereits viele Leistungen enthalten:

• 24/7 Wärmebereitstellung das ganze Jahr über
• Austausch der Wärmemengenzähler nach gesetzlicher Eichfrist
• Verbrauchserfassung und Abrechnung
• Verwaltungs- und Betriebskosten

Sie profitieren von einer rundum betreuten Lösung ohne zusätzlichen Aufwand.

Basis-Übergabestation

• Einfacher Wärmetauscher
• Stellt die Wärme zur Verfügung
• Keine eigene Regelung

Komfort-Übergabestation

• Integrierte Regelung für Heizung und Warmwasser
• Kann die bestehende Kesselsteuerung ersetzen
• Besonders geeignet für Neubauten oder Sanierungen

Die Auswahl und mögliche Förderung erfolgt in der Regel über Ihren Heizungsbauer.

Nicht zwangsläufig.

Welche Anpassungen erforderlich sind, hängt von der bestehenden Heizungsanlage und der gewählten Übergabestation ab. In vielen Fällen kann ein Großteil der bestehenden Heiztechnik weiter genutzt werden.

Die genaue technische Ausführung wird individuell geprüft.

Ein Anschluss an das Nahwärmenetz reduziert den eigenen Wartungsaufwand und schafft langfristige Versorgungssicherheit.

Zusätzlich entfallen viele Investitionen in eigene Heiztechnik, Schornsteinanlagen oder Brennstofflagerung.

Die Übergabestation benötigt im Vergleich zu klassischen Heizungsanlagen nur wenig Platz.

Öltanks, Pelletlager oder größere Wärmeerzeuger im Gebäude entfallen in vielen Fällen vollständig.

Die Versorgungssicherheit hat höchste Priorität.

Durch die Beteiligung des Dominikus-Ringeisen-Werks als sozialer Träger besteht ein starkes Eigeninteresse an einer dauerhaft stabilen und zuverlässigen Wärmeversorgung.

Die Anlage ist redundant aufgebaut und auf eine dauerhaft zuverlässige Versorgung ausgelegt.

Zusätzliche Erzeuger und Absicherungssysteme sorgen dafür, dass die Wärmeversorgung auch bei Wartungsarbeiten oder technischen Störungen sichergestellt werden kann.

Der geplante Start für die Errichtung der Pumpstation ist der 18.05.2026.

Im Anschluss erfolgt schrittweise die Verlegung der Leitungen in den jeweiligen Straßenzügen.

Ein späterer Anschluss an das Nahwärmenetz ist grundsätzlich möglich, jedoch nur eingeschränkt und in der Regel mit deutlich höheren Kosten verbunden.

Nach Abschluss der Bauarbeiten sind für einen nachträglichen Anschluss häufig erneute Tiefbauarbeiten erforderlich. Dabei müssen Straßen, Gehwege oder Grundstücksanschlüsse nochmals geöffnet werden.

Wir empfehlen daher, sich möglichst früh zu entscheiden oder zumindest bereits eine technische Vorbereitung herstellen zu lassen.
Dies ist meist deutlich wirtschaftlicher als ein nachträglicher Anschluss zu einem späteren Zeitpunkt.

Ja – der Umbau der Heizungsanlage im Gebäude sowie die Komfort-Übergabestation können durch Förderprogramme unterstützt werden.

Die Förderung des Nahwärmeprojekts erfolgt bereits auf Ebene des Wärmenetzes selbst. Dadurch kann der Anschluss zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen angeboten werden.

Mögliche Förderungen:

• Förderung über die KfW im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
• Antragstellung und Beratung erfolgen über Ihren Heizungsbauer

Wir empfehlen, sich frühzeitig beraten zu lassen, um alle Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen.

Bei Fragen rund um Anschluss, Technik oder Ablauf stehen wir Ihnen jederzeit gerne persönlich zur Verfügung.

Nutzen Sie hierfür einfach unser Kontaktformular.

Weitere Fragen? Wir beraten Sie gerne persönlich rund um Anschluss,
Technik und Ablauf des Nahwärmenetzes Pfaffenhausen.

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